Feuerwehr Bad Staffelstein

Florianstag mit Ehrungen am 04.05.2009

Florianstag mit Ehrungen am 04.05.2009



"Von der Bad Staffelsteiner Feuerwehr wurden geehrt(vorne v.l.): Hermann Gummerum für 40 Jahre aktive Dienstzeit. Harald Reinlein, Reinhard Liebl und Thomas Reißenberger jeweils für 25 Jahre aktive Dienstzeit. Im Hintergrund 1. Kommandant Michael Ludwig- er beglückwünschte die verdienten Kameraden."

Bad Staffelstein - Ein imposanter Anblick bot sich den zahlreichen Zuschauern  am Montagabend, als die  Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bad Staffelstein, sowie die Freiwillige Feuerwehr Reundorf, die zur Pfarrei Bad Staffelstein gehört, in einem langen Zug vom Rathaus durch die Bahnhofstraße zur Pfarrkirche Sankt Kilian zogen um in einem Dankgottesdienst den heiligen Sankt Florian, den Schutzpatron der Feuerwehren, zu ehren. Mit klirrendem Spiel marschierte der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Bad Staffelstein dem langen Zug voran, gefolgt von 1. Bürgermeistern Jürgen Kohmann, der 3. Bürgermeisterin Sabine Scheer, Kreisbrandrat Siegfried Kerner, Ehrenkreisbrandinspektor Hans Horn und zirka 200 Feuerwehrkameraden/innen in die Pfarrkirche. In der Pfarrkirche St. Kilian nahmen die Fahnenträger am Altar Aufstellung und Dekan Gerhard Hellgeth zelebrierte den Gottesdienst zu Ehren des heiligen Florian. Der Dekan erinnerte in seiner Begrüßung an den Märtyrer Florian der ein Vorbild war und für seinen Glauben sein Leben lies. Der Heilige Florian, Schutzpatron der Feuerwehren, bekannte sich im 3. Jahrhundert zum Christentum und weigerte sich selbst dann noch, abtrünnig zu werden, als ihm von den Schergen des römischen Stadthalters Aquilinus in Lauriacum, dem heutigen Lorch in Oberösterreich, die Schulterblätter zerschmettert wurden. Daraufhin wurde er mit einem Mühlstein um den Hals von der Ennsbrücke in den Fluß gestürzt. In unserer heutigen Zeit, in der ein Menschenleben wenig gilt, ist es gut an einen Menschen wie den heiligen Florian zu denken, der sein eigenes Leben geringer schätzte als das seiner Mitmenschen. Die Verehrung des heiligen Florian ist deshalb eine Wertschätzung für dessen Wirken und Tun. Nach dem Gottesdienst marschierte der lange Zug der Feuerwehrleute von der Pfarrkirche Sankt Kilian zur Peter J. Moll – Halle. Bürgermeister Jürgen Kohmann begrüßte dort die 200 Feuerwehrkameraden/innen zum Florianstag der Bad Staffelsteiner Feuerwehren, der von Stadtkommandanten Adolf Lunz initiiert worden ist, ganz herzlich. Es war am 5. Mai 1982 als die Feuerwehren aus dem Stadtgebiet und die Reundorfer Wehr mit über 200 Feuerwehrkameraden/innen das erste Mal den Florianstag feierten. Dieser damals in Staffelstein eingeführter „Florianstag“ mit dem Marsch zur Kirche und einem Dankgottesdienst, hat sich bis heute erhalten und ist mittlerweile in Bad Staffelstein zu einer schönen Tradition und einem festen Bestandteil der Feuerwehren im Stadtgebiet geworden. Lediglich die FF Zilgendorf fehlt, denn Zilgendorf feiert die Kirchweih. Wenn die Florianjünger aus Zilgendorf mit marschieren würden, wäre ja kein Mann mehr auf der Kirchweih in Zilgendorf, dies lassen wir als Entschuldigung gelten, scherzte Bürgermeister Kohmann. 1982 zelebrierte unser Stadtpfarrer Gerhard Hellgeth den ersten Floriangottesdienst. Auch heute, den 28. Floriangottesdienst zelebrierte Stadtpfarrer Monsignore Gerhard Hellgeth und marschierte mit den Feuerwehrkameraden/innen durch die Bahnhofstraße und Goethestraße zur Peter J. Moll Halle. Leider, so Kohmann, das letzte Mal, denn Stadtpfarrer Hellgeth geht in den Ruhestand. Für alle Gottesdienste gebührt ihm ein herzliches Vergeltsgott, so das Stadtoberhaupt. Kohmann freute sich, dass auch die Feuerwehrspitzen des Landkreises, allen voran Kreisbrandrat Siegfried Kerner, Kreisbrandinspektor Josef Lieb, Kreisbrandmeister Siegfried Hammrich sowie Matthias Pospischil, der Feuerwehrbeauftragte der Badstadt, bei den Feuerwehren mitmarschierten, so der Bürgermeister. Der Bürgermeister sprach allen Feuerwehrfrauen und Männern den Dank der Stadt und der Bevölkerung aus. „Es zeichnet die Freiwilligen Feuerwehren aus, dass sie immer zur Stelle sind wenn sie gerufen werden um Menschenleben und Hab und Gut zu retten, ohne die Freiwilligen Feuerwehren wäre unsere Gesellschaft gar nicht denkbar. Die Feuerwehrkräfte sind das ganze Jahr ehrenamtlich rund um die Uhr für einen Einsatz bereit, setzen Leib und Leben aufs Spiel, dafür gebührt ihr unser aller Dank. Die Feuerwehren sind die ältesten und mutigsten Bürgerinitiativen mit dem Motto: „Löschen, retten, bergen und schützen!“ Bei Umfragen zu Beliebtheit und Ansehen stehen die Feuerwehrleute bei der Bevölkerung mit 93 Prozent an 1. Stelle, die Politiker nehmen mit nur 7 Prozent den letzten Platz ein, so der Bürgermeister, was jedoch nicht auf Kommunalpolitiker zutrifft, schwächte Kohmann ab. Bürgermeister Kohmann sprach auch den Familien der Florianjünger seinen Dank aus, denn sie müssen auf die Männer und Väter bei Einsätzen und Übungen verzichten.

                                                   
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Ehrungen aus dem Bad Staffelsteiner Stadtgebiet

"Diese Florianjünger wurden für 25-jährige und 40-jährige aktive Dienstzeit ausgezeichnet, mit auf dem Bild KBR Siegfried Kerner, Amtsinspektor Siegfried Mischke, Landrat Reinhard Leutner, Bgm. Jürgen Kohmann und Stadtpfarrer Gerhard Hellgeth."

Die anschließende Ehrung von langjährigen und verdienten Feuerwehrmännern nahmen dann gemeinsam Landrat Reinhard Leutner, Amtsinspektor Siegfried Mischke –Landratsamt Lichtenfels, Kreisbrandrat Siegfried Kerner und Bürgermeister Jürgen Kohmann vor. Leutner sprach allen Feuerwehrkräften seinen und auch den Dank der Bevölkerung aus. Bei Wind und Wetter leisten sie freiwillig ihren Dienst, wenn andere schlafen, müssen sie raus und „Wenn andere raus rennen, rennen sie rein“. Leutner betonte, wir können auf vieles verzichten jedoch auf unsere Feuerwehren nicht, die rücken aus ob es bei einem Schwarzen brennt, bei einem Roten oder bei einem Grünen, das ist der Feuerwehr völlig egal. Deshalb gebührt den Feuerwehrkameraden/innen unser aller Dank. Der Landrat überreichte für 25 Jahre aktive Dienstzeit eine Urkunde von Joachim Hermann, dem Bayerischen Staatsminister des Innern, und das silberne Feuerwehr – Ehrenzeichen an: Reinhard Liebl, Harald Reinlein und Thomas Reißenberger – alle FF Bad Staffelstein; Georg Grasser – FF Loffeld; Franz – Josef Schmitt und Jürgen Zapf – FF Unnersdorf; Edgar Baumann, Wolfgang Jäger, Doris Meißner, Roland Scheer, Thomas Schober und Wolfgang Stretz – alle FF Wiesen; Margarete Bornschlegel, Irmgard Hümmer, Günther Lohneis, Anita Nüßlein, Erika Peschel, Marion Schwarzmann, Gabriele Trapper und Andreas Weiß – alle FF Wolfsdorf. 

Das Feuerwehr – Ehrenzeichen in Gold für 40 Jahre aktive Dienstzeit erhielt Hermann Gummerum von der FF Bad Staffelstein. Kreisbrandrat Siegfried Kerner betonte, dass 25 und 40 Jahre Dienst bei der FF keine Selbstverständlichkeit sei, es ist ein Dienst rund um die Uhr und der Schutz der Bevölkerung steht an erster Stelle. Unsere fast 4.000 Feuerwehrkräfte im Landkreis Lichtenfels leisten einen unermüdlichen und ehrenamtlichen Dienst ab und erfüllen stets mit viel Engagement ihre freiwillige Pflicht. Der KBR hofft, dass der Heilige Florian auch in Zukunft bei allen Einsätzen seine schützende Hand über die Feuerwehrler halten möge. Kerner sprach auch die Zuständigkeit bei Einsätzen an, die Feuerwehr hat bei der Verkehrsregelung die gleichen Rechte wie die Polizei. Leider fehlt hier die Unterstützung durch die Polizei und durch die Staatsanwaltschaft. Kerner sprach Stadtpfarrer Hellgeth ein ganz herzliches Dankeschön für die 28 Jahre Floriangottesdienst aus und überreichte an den Stadtpfarrer das Buch „ 10 Jahre Landesfeuerwehrverband“ sowie einen Rauchmelder. Für den Ruhestand wünschte der KBR Pfarrer Hellgeth im Namen aller Feuerwehrkameraden/innen viel Gesundheit und einen geruhsamen Lebensabend. Pfarrer Gerhard Hellgeth zeigte sich sichtlich gerührt und sprach den Florianjüngern ein herzliches Vergelts Gott aus. Es ist ein erfreulicher Anblick, denn wenn er die vielen Männer sieht, fällt ihm ein, dass in einer Synagoge der Gottesdienst erst beginnt, wenn 10 Männer anwesend sind. Wenn er an die Frühgottesdienste während der Woche denkt, würden wir wegen der fehlenden Männer oft keinen Gottesdienst abhalten können. Hellgeth gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass sein Nachfolger auch in seinem Sinne weiter macht und dass mit ihm dasselbe Vertrauen und eine gute Zusammenarbeit zustande kommen.

-hvo-

Copyright Text und Bild: Heinz Voll (Herzlichen Dank an Herrn Voll)