Feuerwehr Bad Staffelstein

Einweihung des neuen Gerätehauses am 07.08.2010

Tausende feierten mit der Feuerwehr...

 

... die Einweihung des neuen Feuerwehrhauses in Bad Staffelstein. Der Umzug ins neue Gerätehaus bringt für die Staffelsteiner Feuerwehr viele Vorteile. Davon konnten sich die Besucher am Samstag überzeugen.


Nach 15 Monaten Bauzeit wurde am Samstagnachmittag das neue Domizil der Freiwilligen Feuerwehr feierlich eingeweiht. Ein Ereignis, bei dem nicht nur die Aktiven der Wehr allen Grund zu Freude hatten, sondern das auch bei der Bevölkerung einen regen Zuspruch fand. Rund 1000 Besucher hatten sich dazu in der Auwaldstraße eingefunden.


Mit einem bewegenden Festgottesdienst fand die Einweihung in einem würdigen Rahmen statt.


In seinen Grußworten sprach Bürgermeister Jürgen Kohmann von "einem guten Tag für Bad Staffelstein, die Bürger, die Region und für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren".

Neben zahlreichen Gästen und Ehrengästen begrüßte Kohmann auch die Führungskräfte der Feuerwehr mit Kreisbrandrat Siegfried Kerner und die Geistlichkeit, vertreten durch Pfarrerin Sabine Schmid-Hagen und Stadtpfarrer Georg Birkel. In ihren Segensworten stellte die Pfarrerin einen Bezug zwischen dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter und der Feuerwehr her.


"Die Samariter von heute"

Die Feuerwehren seien so etwas wie die barmherzigen Samariter unserer modernen Zeit, stellte Schmid-Hagen fest. "Sie sind zwar nicht mit Eseln auf den Straßen unterwegs, sondern mit hochmodernem Gerät. Auch kommen Sie nicht zufällig zu den Einsatzorten, sondern ganz gezielt". Feuerwehrleute schauten nicht weg, bei dem was manch andere gerne verdrängten, sondern stellten sich der Not und des Unglücks ihrer Mitmenschen. Weiter erinnerte die Pfarrerin daran, dass die Männer und Frauen der Feuerwehren sich im Dienst um den Nächsten oft auch selbst der Gefahr aussetzen. Damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt, müssten die Aktiven zahlreiche Schulungen und Übungen absolvieren und die Ausrüstung immer auf dem neuesten Stand gebracht werden.

"Mit dem Neubau haben die Stadt und die Stadträte in die Zukunft investiert", betonte Landrat Reinhard Leutner. Und auch die Bürger wüssten es zu schätzen, dass sie eine Feuerwehr haben, die immer dann ausrückt, wenn sie gebraucht wird. Dass es bei dem 1,8 Millionen Euro teuren Projekt aber nur rund 200 000 Euro staatliche Zuschüsse gegeben habe, bezeichnete Leutner als "sehr bescheiden".


Kreisbrandrat Siegfried Kerner brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass sich auch weiterhin immer genügend Nachwuchs für die Feuerwehr finde. "Wir brauchen unsere Jugend, um unsere Aufgaben auch in Zukunft erfüllen zu können".


Am Ende des offiziellen Teils überreichte Architekt Rainer Thiel stolz den Hausschlüssel an Bürgermeister Jürgen Kohmann und Kommandant Michael Ludwig.


Mehr Platz
Für die Aktiven der Stützpunktwehr Bad Staffelstein bringt der Umzug aus den beengten Verhältnissen des alten Gerätehauses in die Auwaldstraße viele Vorteile und Arbeitserleichterungen. So sind die Einsatzfahrzeuge jetzt deutlich besser untergebracht, berichtete Stephan Gagel. "Auch beim Umziehen stehen wir nicht mehr Schulter an Schulter."

Für Feuerwehrfrau Nicole Kleedörfer hat sich auch die Parksituation deutlich verbessert. Am alten Standort in der Stadt habe die ganze Mannschaft bei einem Einsatz schon mal "Knöllchen" wegen Falschparkens erhalten. Diese wurden später zwar wieder zurückgezogen, aber an der beengten Parksituation habe dies nichts geändert.


Als besondere Pluspunkte wertete es die Feuerwehrfrau, dass alle Institutionen wie beispielsweise Jugendgruppe oder Spielmannszug jetzt über eigene Räumlichkeiten verfügen und es einen großen Aufenthaltsraum gibt. Positiv sei auch, dass die Sicherheit für die Einsatzkräfte deutlich zugenommen habe. Auch der Dienstälteste der Bad Staffelsteiner Feuerwehr, Hermann Gummerum, sah viele Vorteile durch den Umzug.




Die Staffelsteiner Bevölkerung hatte bei der Einweihung und der offiziellen Inbetriebnahme der neuen Räumlichkeiten ausgiebig Gelegenheit, sich in dem Gebäude umzuschauen. Landrat Reinhard Leutner zeigte sich besonders von der neuen Schlauchreinigungsstraße und dem Schlauchturm begeistert.